Ende September 2007 hat sich unsere buntgemischte, motivierte Theatergruppe zum ersten Mal getroffen. Nach einer anfänglichen Phase des Kennenlernens ging es darum, Ideen für eine geeignete Inszenierung zu sammeln. Ein Kriterium war von Beginn an klar: es musste ein Stück sein, in welchem die 11 Schauspieler und Schauspielerinnen alle etwa gleich viel zum Spielen kommen würden. Auf grosse Zustimmung stiess der Vorschlag, einmal ein klassisches Stück theatralisch umzusetzen. Natürlich durfte es nicht nur klassisch sein, da es sonst für unseren Geschmack zu „altmodisch“ gewesen wäre. Und so kristallisierte sich immer mehr der Gedanke eines „Theaters im Theater“ heraus, was meint, eine Theatergruppe darzustellen, welche mitten im Probeprozess des klassischen Stückes „Othello“ steckt. Weiter wollten wir eine Parallele zwischen „Othello“ und der Gegenwart schaffen. Dazu eigneten sich am besten die im Stück am dominantesten auftretenden Themen: Intrige, Eifersucht und Liebe. Während unseren Probestunden haben auch wir uns damit auseinandergesetzt und Improvisationen dazu gemacht, welche später z.T. ins Drehbuch einflossen. Lisa Bachmann hat dann nach und nach unser Stück auf Papier gebracht. Während der Intensivproben in der zweiten Osterferienwoche wurde unser Spiel immer authentischer und die Figuren nahmen langsam eine klare, definierte Gestalt an. Auch innerhalb unserer Gruppe entfaltete sich ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Die Premiere rückte immer näher und die Aufregung bei jedem Einzelnen nahm stetig zu. Nach unserer Werbeaktion im Schulhaus war es dann so weit. Bei der ersten Aufführung im La Fourmi ging alles reibungslos über die Bühne. Die Zuschauer/innen waren begeistert und wir Schauspieler/innen sehr zufrieden mit uns und der hohen Besucherzahl. Die weiteren zwei Aufführungen liefen fast eben so gut wie die erste. Das krönende Ende bildete dann das Abschlussessen im La Fourmi, bei welchem uns Armelle, die „Hausherrin“, mit ihren Kochkünsten verwöhnte.
Rückblickend wollen wir noch anmerken, dass wir alle sehr viel gelernt und eine tolle Zeit verbracht haben und wir jetzt, dank unserer "Mama Lisa", um einige Erfahrungen reicher sind.
Stephanie Stücheli und Angelina Müller