Nachdem sich die Theatergruppe der Kantonsschule Musegg im letzten Jahr mit Shakespeares "Othello" befasst hatte, wandten wir uns diese Saison einem Thema zu, welches auf den ersten Blick viel fröhlicher erschien, dem "Polterabend". Dann aber wurde bald einmal klar, dass sich hinter dem glücklichen Ereignis viel Ungutes verbergen kann: Neid, Eifersucht, unerfüllte Träume, Sehnsüchte und Wünsche. Und schon waren wir wieder mitten im Drama. Dazu kam folgende Schwierigkeit: Ein Fest ist dann erst richtig lustig, wenn es laut und chaotisch zu und her geht. Wie soll man aber diese Stimmung auf die Bühne bringen, ohne den Inhalt in eben diesem Chaos untergehen zu lassen? So haben wir zu einem dramaturgischen Trick gegriffen: In einem ausführlichen Prolog wurden die Beteiligten und ein Teil ihres Umfeldes dem Publikum theatralisch vorgestellt. Und dann konnte das Fest losgehen. Michi war aber auch mal in die Braut verliebt und Angelina hatte mal ein Auge auf Jan geworfen. Ramon liebt Alex, aber die betrachtet ihn als "kleinen Bruder", Fabrizio gehört gar nicht dazu und Sabine möchte eigentlich lieber... Geheiratet wurde aber trotz aller Turbulenzen.
Auch in diesem Jahr spielten wir im "La Fourmi" und waren sehr gut aufgehoben. Die vier Aufführungen waren recht gut besucht und das Interesse der Eltern, Schulleitung, Lehrpersonen, Freundinnen und Freunde war deutlich spürbar. Alle waren wohl sehr froh, dass sie am Happyend teilhaben konnten und den Theaterabend mit Anstossen und Feiern beenden konnten.
Mitgewirkt haben: Andrea Baltensweiler, Cynthia Blau, Numa Canova, Ilona Egger, Simona Hofer, Aline Koch, Matthias Koch, Martin Lustenberger, Isabelle Müller, Agnes Murmann, Valérie Rosset, Patrick Slanzi, Marcel Trefny.
Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Lisa Bachmann